Sonntag, 28. März 2021

FreeCad lernen ...


 ... von DELFTship nach FreeCAD

Nachdem ich mit dem IGES-Dateiformat  grandios gescheitert war, und die Übernahme von STL-Daten nach FreeCAD immer wieder zu merkwürdigen Effekten führte, bekam ich von Kuddel den Tipp, es doch mal mit .OBJ Dateien zu versuchen. Im Gegensatz zu vielen STL-Dateien haben OBJ-Dateien eine recht regelmäßige Struktur, da ihnen ein Viereck-Gitter zugrunde liegt. Das von DELFTship erzeugte STL-File sieht zwar auf den ersten Blick fast genauso aus, aber irgendwo müssen Unterschiede sein ...


Das OBJ Oberflächennetz aus DELFTship bzw.
FREEship bildet die Basis für die weitere Bearbeitung

FreeCAD lernen ...

 ... so lautet ein Thread-Titel im RG65 Forum. Wenn man, wie ich, aus einer völlig anderen Branche kommt, ist das kein leichtes Unterfangen, 3D Konstruktion zu lernen, und kostet viel Zeit. Erschwerend kommt hinzu, dass das Programm FreeCAD eigentlich immer noch im Beta-Stadium ist. Die Entwickler tun  sicher ihr Bestes, um die nächste Version (0.19) zu veröffentlichen, aber manchmal ist es für einen Anfänger schwer zu unterscheiden, ob der Bug im Programm zu suchen ist, oder zwischenden Ohren des Nutzers.

Egal, ich habe mich in den letzten Monaten daran festgebissen, und kann, so glaube ich, inzwischen ganz brauchbare Ergebnisse vorzeigen. Heute möchte ich Euch eine Designstudie vorstellen, die in Zusammenarbeit mit Andy Hoffmann und mit Unterstützung von Andreas "Kuddel" Kudella entstanden ist. Ganz großes Dankeschön an beide!

Designstudie "Stingray"

Es geht mal wieder um eine RG65. Andy hat mir freundlicherweise einen Riss aus seiner Manta-Familie zur Verfügung gestellt, und ich habe in den letzten Wochen versucht, etwas Druckbares daraus zu machen. In den nächsten Beiträgen möchte ich den Weg dahin skizzieren.

Ein Knackpunkt bei FreeCAD sind noch immer die Freiform-Flächen, eine wesentliche Voraussetzung, um am Rechner Bootsrümpfe zu konstruieren. Das liegt wohl an der Grafikbibliothek, auf der FreeCAD aufbaut. Es gibt inzwischen viele Add-ons die versuchen, hier Abhilfe zu schaffen, aber, um ehrlich zu sein, ich fange  gerade erst an, mit diesen Werkzeugen herumzukratzen. Umgehen kann ich damit noch nicht. Andy hatte den Riss ohnehin in FREEship / DELFTship gebaut, so dass ein Workflow her musste, mit dem ein DELFTship-Riss nach FreeCAD exportiert werden konnte.

IGES könnte so ein Weg sein, wenn es da nicht Versionsinkompatibilitäten gäbe. FreeCAD kann mit dem IGES Dateien von FREEship nichts anfangen. Eine saubere Konvertierung habe ich bisher nur mit Fusion360 geschafft. Gerade das wollte ich aber umgehen ...

... to be continued ...

Montag, 21. Dezember 2020

Antennenschutz


Da die Beschädigungen der Mantarine durch den Sturz doch gravierender waren als zunächst angenommen, habe ich in den letzten Wochen eine Manta EVO (endlich) fertiggebaut. Ich werde bei Gelegenheit darüber berichten. Eine Kleinigkeit am Rande ist es aber Wert, schon heute separat erwähnt zu werden.

Bei den kleinen Booten gibt es ja immer das Problem, dass die Antenne zumindest bei schwerem Wetter eher unter der Wasserlinie als darüber liegt, was sich häufiger negativ auf die Reichweite auswirkt. Die Antenne sollte also tunlichst an Deck sein. Was bei 40 MHz kein Problem darstellte, ist bei den Antennenstummelchen der 2,4 GHz Anlagen nicht mehr ganz so trivial. Man braucht einmal ein Loch im Deck und zusätzlich einen Schutz für den Antennendraht.

Inspiriert von den Modellfliegern habe ich daher eine "Haifischflosse" designed, in die eine 2,4 GHz Antenne gerade hineinpasst.

Der Antennenschutz ist in zwei Hälften 3D gedruckt und nimmt vorn als Einfädelhilfe ein Teflon-Bowdenzugröhrchen auf. Der Entwurf ist in FreeCAD gemacht und auf meinem HEVO Drucker in PLA+ realisiert.


Die Hälften sollten mit möglichst geringer Layerdicke gedruckt werden (0,1 mm oder weniger), damit die Oberfläche so glatt wie möglich wird. Das Verkleben der Hälften sowie das Einkleben des Teflonschlauchs erfolgt am Besten mit Sekundenkleber. Zum Glätten der nach dem Überschleifen verbliebenen Stufen erhält der Antennenschutz noch eine Lackierung mit Epoxidharz. Danach kenn feingeschliffen und lackiert werden.

Die STL-Dateien für die beiden Hälften können bei Thingiverse heruntergeladen werden.

Eine kurze Beschreibung des verwendeten HEVO Druckers könnt ihr im aktuellen Heft der ModellWerft (01/2021) nachlesen.

 



Samstag, 21. November 2020

Mantarine in der ModellWerft

Im Sommer ist in der Zeitschrift ModellWerft ein zusammenfassender Bericht über den Bau der Mantarine erschienen. Der Verlag für Technik und Handwerk vth hat freundlicherweise zugestimmt, dass ich den Beitrag aus Heft 7 und 8/2020 auf meiner Homepage zum Download bereitstellen kann.

Hier geht's zum Link.

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Ein neues Rigg musste her ...

Nach Leipzig, ich habe ja darüber berichtet, brauche ich nicht nur ein neues Boot, auch das Rigg der Mantarine hatte sich verabschiedet. Der Swingbaum hatte, vermutlich an Land, einen Dätscher abbekommen und war genau am Riggkreuz angebrochen. Da mir der Mast schon bei den Testfahrten eh etwas weich erschien, machte ich mich also dabei, ein neues Rigg zu bauen. Mein Sandwich-Material für Swingbäume ging aber zur Neige und mein bisheriger "Lieferant" (Danke, Andy!) baut seine Riggs neuerdings auf der Basis von Pfeilschäften. Also war mal wieder das Betreten von Neuland angesagt. Anstelle einer neuen Sandwichplatte bekam ich von Andy aber die Dateien für Riggkreuz, Baumbänder und Endstücken, so dass mein 3D Drucker mal wieder eine Weile beschäftigt war.
Eine Handvoll verschiebbarer Baumbänder aus Semisoft TPU (Extrudr)

Dienstag, 12. November 2019

Printed Matter - Leipzig, Upgrade und Totalschaden

Die iDM 2019 ist nun auch schon wieder Geschichte und die Mantarine war dabei. Das war das Positive ...

Was ist passiert? Hier der Reihe nach.

Sommerliche Bedingungen am ersten Tag

Montag, 19. August 2019

Printed Matter Teil 10 - Die "Mantarine" segelt!




Es ist vollbracht. Mit gut einem Jahr Verzögerung segelt meine Manta endlich. Es war ja nur noch Kleinkram zu machen und irgendwann war auch der geschafft. Auch das neue Rigg war fertig, und an einem grauen Augusttag war es endlich so weit.Wind war, sogar zum Teil ziemlich heftig, Fallböen mit den entsprechenden Winddrehern gab es auch. Das war zwar besser als Flaute, aber ideales Wetter für eine erste Probefahrt sieht anders aus.