Samstag, 17. Januar 2015

No.3 Mk II - Das Segelservo

Hatte es ja neulich schon einmal erwähnt - die Umbrüche bei Hyperion hatten mich über den Jahreswechsel, für den ich mir viel vorgenommen hatte, ziemlich ausgebremst. Mein bewährtes Segelservo ließ sich in den letzten Exemplaren nicht mehr programmieren und geht offenbar aus dem Programm. Ersatz musste also her, wenn möglich auch so, dass die alten Servoaufnahmen noch passen. Lithium-tauglich musste der Ersatz auch noch sein, ich war gerade mit der kompletten Umstelleung auf LiFePO-Akkus durch.

Groß ist die Auswahl bei den Anforderungen nicht mehr. Im Endeffekt blieben zwei Typen von Hitec zur Auswahl. Das 5087 - ein Servo aus der 13mm Klasse, HV tauglich, von Abmessungen ähnlich wie das Hyperion, mit nur ca. 4kgcm Drehmoment aber auch einen Ticken schwächer - oder das kräftigere 7245, das dann aber aus der 16mm Liga stammt und damit auf keinen Fall in die alten Aufnahmen passt.

Das Hitec 5087 passt perfekt in die Hyperionhalterung. Der Servoarm misst 65mm bis zur Bohrung, genug für 130mm Schotweg, ohne dass man eine Übersetzung braucht.

4kgcm sind für eine MM sicher genug, für ein konventionelles RG Rigg aber wohl nicht mehr unbedingt starkwindtauglich. Da die Swingriggs aber einen vorbalancierten Segelplan haben, sollten die Anforderungen an das Segelservo da deutlich entspannter sein - das 5087 müsste eigentlich passen.

Kurz und gut - beim Händler meines Vertrauens wurde von beiden Typen je ein Exemplar bestellt. Weil die großen und kleinen Hersteller sich auch so gut auf Standards einigen können, kam auch gleich noch ein Multimate von Multiplex auf die Liste. Mit dem existierenden Equipment wäre eine Servoprgrammierung nicht möglich gewesen.

Nach knapp einer Woche trudelte das 5087 ein. Die Programmierung war mit dem Multimate problemlos auf fast 180 Grad Stellwinkel möglich. Sogar ein Überlastschutz lässt sich bei diesen Servos aktivieren. Das testweise Einsetzen in die Hyperion-Halterung löste auch Erleichterung aus - das Servo passt. Nur die langen Hyperion/Graupner Servohebel passen nicht mehr. Die Verzahnung ist geringfügig anders. Daher musste noch ein Servoarm aus Aluminium improvisiert werden und fertig ist die Einheit zum Einbau in die neue No.3.

Der Servoarm misst übgens 65mm bis zur Bohrung und erlaubt damit bei 180Grad Stellwinkel 130mm Schotweg ohne Übersetzung, was die Belastung des Servos auf die Hälfte reduziert. Befestigt wird das Servo an Stehbolzen mit Querbohrungen, durch die ein Karosseriesplint gesteckt wird. So ist ein Aus- bzw. Einbau des senkrecht liegenden Servos  leicht und schnell machbar.