Samstag, 27. September 2014

Projekt Pimäjick - die Kieltasche

Nur Schrittchenweise geht es zwischen meinen Dienstreisen voran. Die heute und morgen stattfindende RG-Meisterschaft ging zeitlich gar nicht, aber für ein bisschen Werkstatt hat es doch immer wieder einmal gereicht.

Neulich habe ich ja die frisch entformt Form für den Kielkasten vorgestellt. Inzwischen ist der "Sandstein" - die Form ist ja mehr mit Epoxi verbackener Quarzsand als alles andere - verputzt, poliert und gewachst.

Der "Sandstein" ist sauber verputzt und  kann jetzt zum Laminieren vorbereitet werden

Die Kielkastenhälften wurden in bewährter Manie laminiert: Zuerst eine Schicht thixotropiertes Harz, dann die ganzen Kanten mit Baumwollflockenmumpe und Rovingsträngen aufgefüllt und zum Schluss 2 Lagen 49er und zwei Lagen 80er Gewebe. Die Gewebestücken sind geteilt - jeweils schmale Streifen, die oben und unten die Klebeflansche bilden, und die vollen Flächen. Die Streifen überlappen dabei in die Flächen hinein, damit man da keine Sollbruchstellen erhält. Kritsch sind die ganzen Ecken und Kanten der Form schon. Die Form ist ja eigentlich für's Tiefziehen konstruiert. Laminieren laässt sich das ganze gescheit nur gepresst, aber für den Protoypen wollte ich mit die Anfertigung eines Stempels ersparen. Trotz der reichlichen Verwendung von Mumpe, hat es dann prompt doch einige Lunker gegeben.
Ganz ohne Druck gin es nicht. An der Hinterkante wollte das Gewebe freiwillig nicht anliegen.


Die beiden Halbschalen kamen aber gut aus der Form und sind trotz einiger kleiner Lunker verwendbar. Nur bei der Genauigkeit hapert es. Die beiden ABS-Kerne sind trotz identischen Datensatzes leider leicht unterschiedlich, so dass Nacharbeit an den Klebeflanschen nötig ist. Das mit dem 3D Druck funktioniert wohl doch noch nicht so gut, wenn es bezahlbar bleiben soll. Ungenauer wäre es von Hand jedenfalls auch nicht geworden - Schade.
Die beiden Hälften sind aus der Form und vorbereitet zum Verkleben

Jetzt muss nur noch der Kleber abbinden. Links sieht man übrigens ganz gut, dass die beiden Hälften nicht wirklich passgenau sind.
Jetzt liegt der erste Kielkasten jedenfalls erst einmal auf der Werkbank, damit der Kleber aushärten kann.