Sonntag, 13. Juni 2021

FreeCAD Lernen - der Einbau der RC-Komponenten

Beim "Einrichten" der Technikwanne wird deutlich, warum ich den Aufwand mit der Modellierung der RC-Komponenten getrieben habe. Es ist einfacher, den Einbau am Rechner zu testen, als alle Fehlversuche am "lebendigen Objekt" zu machen.

... passt, wackelt und hat Luft! Der virtuelle Zusammenbau ermöglicht ein optimales Platzieren der Komponenten am Rechner

Das war inbesondere bei dem Rudergestänge wichtig. So reichte in den ersten zwei Anläufen der Platz nicht. Der Boden der Wanne musste tiefer gelegt werden und der Kugelkopfanschluss musste auf die Unterseite des Steuerhebels. Gleichzeitig durfte das Servo aber nicht gegen den Rumpfboden drücken. Hier gab es nur wenige Millimeter Spielraum. Das "analog" anzupassen, hätte sicher mehrere Fehlversuche gekostet.

Donnerstag, 10. Juni 2021

FreeCAD lernen - weiter im Text

... schon wieder 4 Wochen um ... tz, tz, tz, ...

In den letzten Wochen habe ich viel an dem Design herumgefeilt, den Prototyp weiter aufgebaut und den Feedback von meinen Beta-Testern ausgewertet - Danke, Hano und Kuddel!

Neben den großen Revisionsöffnungen im Vorschiff gibt es einen Technikraum im Achterschiff. In diese "Vertiefung" werden die Empfängerhalterung, die Halterung für das Ruderservo und der Ruderkoker integriert. Später soll das alles in einem Rutsch zusammmen gedruckt werden.


Sonntag, 11. April 2021

FreeCAD lernen ... Die RC-Komponenten

 Eine Fingerübung für zwischendurch.

Die ganze 3D-Zeichnerei macht keinen Spaß, wenn man zwischendurch immer wieder Standardteile zeichnen muss. Von daher ist es sinnvoll, möglichst rasch eine Bibliothek von Standardkomponenten anzulegen. Dazu gehören die diversen Segel und Ruderservos, Empfänger, Gestängeanschlüsse u.v.a.m. Glücklicherweise braucht man sich wenigstens um gängige Schrauben und Muttern nicht zu kümmern, die gibt es i.d.R. frei im Netz. FreeCAD bringt sogar eine eigene Workbenches dafür mit. "Fasteners" heißt die Workbench, die ich normalerweise nutze, und mit der sich alle gängigen Schraubentypen bereitstellen lassen.

Da Servos, Empfänger etc relativ einfach aufgebaut sind, sind es gute Fingerübungen für zwischendurch, um mit der Handhabung von FreeCAD vertraut zu werden. Es geht immer darum. Grundkörper wie Zylinder, Würfel oder Kegel geschickt zu kombinieren, 2D Skizzen ins dreidimensionale zu extrudieren und immer wieder die Boole'schen Funktionen anzuwenden.

In meine RGs gehören derzeit als Standardausstattung:

- ein Empfänger MPX RX-5 light

 

Samstag, 10. April 2021

FreeCAD lernen (3) - die Revisionsöffnungen


 Mit dem Datentransfer von DELFTship oder FREEship nach FREEcad ist erst die erste Hürde genommen. Das Rumpfmodell ist bisher ja nur eine Repräsentation der Linien, die jetzt erst einmal für den Segelbetrieb, aber auch für den Bau vorbereitet werden muss.

In einem ersten Schritt entstehen dafür die Revisionsöffnungen. Der Rumpfrohling liegt als Festkörper (SOLID) vor. Also benötigen wir für jede Öffnung eine Art Stempel. Für Ober- und Unterseite so eines Stempels ist jeweils eine Skizze anzufertigen. Die Austragung erfolgt mit der Loftfunktion.

Die Plugs für die Vorschiffsöffnungen



Mit diesem Vorgehen sind auch "schiefe" Austragungen möglich, so dass man die Neigungswinkel der Kanten unabhängig gestalten kann. Das ist insofern wichtig, als der 3D Druck in der z-Achse keine Treppen in der Oberfläche verträgt. Es würden Lücken in der Oberfläche entstehen.

Wenn man mit Aussehen und Positionierung der Plugs zufrieden ist, kann man durch eine simple Parallelverschiebung des Rumpfes (im Bild nach unten) um einige mm die Plugs auf der Unterseite beschneiden. Der verschobene Rumpf dient dabei als Schneidewerkzeug. Umgekehrt dienen die fertigen Plugs als Werkzeug, um die Öffnungen in den Rumpfblock zu schneiden. Das geschieht  mit der Boole'schen Differenzfunktion.

Die Öffnungen werden als Vertiefungen gedruckt und später ausgeschnitten

Dieses Vorgehen wird uns noch öfter begegnen.

... to be continued ...


Sonntag, 28. März 2021

FreeCad lernen ...


 ... von DELFTship nach FreeCAD

Nachdem ich mit dem IGES-Dateiformat  grandios gescheitert war, und die Übernahme von STL-Daten nach FreeCAD immer wieder zu merkwürdigen Effekten führte, bekam ich von Kuddel den Tipp, es doch mal mit .OBJ Dateien zu versuchen. Im Gegensatz zu vielen STL-Dateien haben OBJ-Dateien eine recht regelmäßige Struktur, da ihnen ein Viereck-Gitter zugrunde liegt. Das von DELFTship erzeugte STL-File sieht zwar auf den ersten Blick fast genauso aus, aber irgendwo müssen Unterschiede sein ...


Das OBJ Oberflächennetz aus DELFTship bzw.
FREEship bildet die Basis für die weitere Bearbeitung

FreeCAD lernen ...

 ... so lautet ein Thread-Titel im RG65 Forum. Wenn man, wie ich, aus einer völlig anderen Branche kommt, ist das kein leichtes Unterfangen, 3D Konstruktion zu lernen, und kostet viel Zeit. Erschwerend kommt hinzu, dass das Programm FreeCAD eigentlich immer noch im Beta-Stadium ist. Die Entwickler tun  sicher ihr Bestes, um die nächste Version (0.19) zu veröffentlichen, aber manchmal ist es für einen Anfänger schwer zu unterscheiden, ob der Bug im Programm zu suchen ist, oder zwischenden Ohren des Nutzers.

Egal, ich habe mich in den letzten Monaten daran festgebissen, und kann, so glaube ich, inzwischen ganz brauchbare Ergebnisse vorzeigen. Heute möchte ich Euch eine Designstudie vorstellen, die in Zusammenarbeit mit Andy Hoffmann und mit Unterstützung von Andreas "Kuddel" Kudella entstanden ist. Ganz großes Dankeschön an beide!

Designstudie "Stingray"

Es geht mal wieder um eine RG65. Andy hat mir freundlicherweise einen Riss aus seiner Manta-Familie zur Verfügung gestellt, und ich habe in den letzten Wochen versucht, etwas Druckbares daraus zu machen. In den nächsten Beiträgen möchte ich den Weg dahin skizzieren.

Ein Knackpunkt bei FreeCAD sind noch immer die Freiform-Flächen, eine wesentliche Voraussetzung, um am Rechner Bootsrümpfe zu konstruieren. Das liegt wohl an der Grafikbibliothek, auf der FreeCAD aufbaut. Es gibt inzwischen viele Add-ons die versuchen, hier Abhilfe zu schaffen, aber, um ehrlich zu sein, ich fange  gerade erst an, mit diesen Werkzeugen herumzukratzen. Umgehen kann ich damit noch nicht. Andy hatte den Riss ohnehin in FREEship / DELFTship gebaut, so dass ein Workflow her musste, mit dem ein DELFTship-Riss nach FreeCAD exportiert werden konnte.

IGES könnte so ein Weg sein, wenn es da nicht Versionsinkompatibilitäten gäbe. FreeCAD kann mit dem IGES Dateien von FREEship nichts anfangen. Eine saubere Konvertierung habe ich bisher nur mit Fusion360 geschafft. Gerade das wollte ich aber umgehen ...

... to be continued ...

Montag, 21. Dezember 2020

Antennenschutz


Da die Beschädigungen der Mantarine durch den Sturz doch gravierender waren als zunächst angenommen, habe ich in den letzten Wochen eine Manta EVO (endlich) fertiggebaut. Ich werde bei Gelegenheit darüber berichten. Eine Kleinigkeit am Rande ist es aber Wert, schon heute separat erwähnt zu werden.

Bei den kleinen Booten gibt es ja immer das Problem, dass die Antenne zumindest bei schwerem Wetter eher unter der Wasserlinie als darüber liegt, was sich häufiger negativ auf die Reichweite auswirkt. Die Antenne sollte also tunlichst an Deck sein. Was bei 40 MHz kein Problem darstellte, ist bei den Antennenstummelchen der 2,4 GHz Anlagen nicht mehr ganz so trivial. Man braucht einmal ein Loch im Deck und zusätzlich einen Schutz für den Antennendraht.

Inspiriert von den Modellfliegern habe ich daher eine "Haifischflosse" designed, in die eine 2,4 GHz Antenne gerade hineinpasst.

Der Antennenschutz ist in zwei Hälften 3D gedruckt und nimmt vorn als Einfädelhilfe ein Teflon-Bowdenzugröhrchen auf. Der Entwurf ist in FreeCAD gemacht und auf meinem HEVO Drucker in PLA+ realisiert.


Die Hälften sollten mit möglichst geringer Layerdicke gedruckt werden (0,1 mm oder weniger), damit die Oberfläche so glatt wie möglich wird. Das Verkleben der Hälften sowie das Einkleben des Teflonschlauchs erfolgt am Besten mit Sekundenkleber. Zum Glätten der nach dem Überschleifen verbliebenen Stufen erhält der Antennenschutz noch eine Lackierung mit Epoxidharz. Danach kenn feingeschliffen und lackiert werden.

Die STL-Dateien für die beiden Hälften können bei Thingiverse heruntergeladen werden.

Eine kurze Beschreibung des verwendeten HEVO Druckers könnt ihr im aktuellen Heft der ModellWerft (01/2021) nachlesen.