Anfang des Jahres wurde innerhalb der Szene eine ziemlich heftige Diskussion geführt, ob sich die MM-Klasse alternativen Konstruktionen öffnen sollte, da die weitere Lieferfähigkeit von Graupner nach der Übernahme durch SJ mehr als fraglich ist. Das wurde damals von einer (lautstarken) Mehrheit(?) zwar abgelehnt, aber an der Situation hat sich bisher nichts grundsätzliches geändert. Die MM ist nach wie vor nicht lieferbar.
Im Berliner Raum war damals das Interesse nach einer Alternative aber so groß, so dass ich mich auf mehreren meiner vielen Dienstreisen abends im Hotel mit einem Alternativentwurf beschäftigt habe. Grundlage war der auf einer russischen Webseite veröffentlichte Riss der rMM. Dieser gab die Eckdaten vor. Der Riss selbst wurde aber nicht einfach kopiert, sondern etwas modifiziert. Er sollte aber innerhalb einer +/- 5mm Toleranz der rMM-Linien liegen. Markanteste Unterschiede zur rMM sind daher ein glatter, senkrechter Spiegel (wie bei der cMM) und eine neu gestaltete Haube.
Sonntag, 25. Mai 2014
Samstag, 3. Mai 2014
Lackierfertig ...
Lange hat es gedauert, jetzt ist die No.3 MK II lackierfertig.
Das wellige Seitendeck verlangte trotz Airexvestärkung nach einigem Spachtel und Schleifaufwand, was gewichtsmäßig nicht ohne Folgen blieb. Beim letzten Mal berichtete ich schon darüber, dass auch der notwendige Filler (es war ja die allererste Schale, noch vom Positiv abgenommen) richtig Gewicht bringt, hatte aber die Hoffnung, dass vieles davon wieder heruntergeschliffen werden kann. Einiges ging runter, aber nicht so viel, wie erhofft. Der ursprüngliche Gewichtsvorteil der wirklich sehr leichten Schale ist völlig dahin. Leichtbau über einem Positiv geht wohl nicht ...
Egal, es ist ein Prototyp, an dem ich verschiedenes testen möchte.
Letzte größere Aktion war das Einkleben des Ruderkokers, der aus der Fertigung von +Andreas Hoffmann stammt. Der laminiert die Dinger über einem Kern so passgenau, dass da kein Tropfen Wasser reinkommt.
Der weiche Rumpfboden kann die Ruderkräfte natürlich nicht allein aufnehmen, deshalb wird der Koker mit einem Stück Sandwich gegen den Spiegel abgestützt.
Eine Spritzkabine ist bereits improvisiert, beim Lackieren werde ich mich einmal an eine Zweischichtlackierung wagen.
Das wellige Seitendeck verlangte trotz Airexvestärkung nach einigem Spachtel und Schleifaufwand, was gewichtsmäßig nicht ohne Folgen blieb. Beim letzten Mal berichtete ich schon darüber, dass auch der notwendige Filler (es war ja die allererste Schale, noch vom Positiv abgenommen) richtig Gewicht bringt, hatte aber die Hoffnung, dass vieles davon wieder heruntergeschliffen werden kann. Einiges ging runter, aber nicht so viel, wie erhofft. Der ursprüngliche Gewichtsvorteil der wirklich sehr leichten Schale ist völlig dahin. Leichtbau über einem Positiv geht wohl nicht ...
Egal, es ist ein Prototyp, an dem ich verschiedenes testen möchte.
Letzte größere Aktion war das Einkleben des Ruderkokers, der aus der Fertigung von +Andreas Hoffmann stammt. Der laminiert die Dinger über einem Kern so passgenau, dass da kein Tropfen Wasser reinkommt.
Der weiche Rumpfboden kann die Ruderkräfte natürlich nicht allein aufnehmen, deshalb wird der Koker mit einem Stück Sandwich gegen den Spiegel abgestützt.
Eine Spritzkabine ist bereits improvisiert, beim Lackieren werde ich mich einmal an eine Zweischichtlackierung wagen.
Montag, 10. März 2014
Eisbrecherregatta 2014 auf dem Berliner Wannsee
Nach mehrjähriger Pause - das Wasser war in den letzten Wintern immer zu lange zu hart, fand der Auftakt zum Regio-Cup 2014 der RG65 endlich einmal wieder bei den Berliner Balten statt. Es war traumhaftes Wetter, aber sehr wenig Wind. Der amtierende Deutsche Meister Mario Rudolph (GER 12) hatte nach 12 Läufen mit seiner SLIM_65 die Nase vorn. Herzlichen Glückwunsch! Die Plätze zwei und drei belegten Jens Bendler (MALI, GER 877) und Steven Karalus (VIPERFISH, GER 414).
P-Sails Boote waren leider nicht am Start, ich selbst habe mich in Anbetracht des großen Feldes von 18 Booten auf die Wettfahrtleitung beschränkt.
Einen ausführlicheren Bericht und ein paar Bilder gibt es hier.
P-Sails Boote waren leider nicht am Start, ich selbst habe mich in Anbetracht des großen Feldes von 18 Booten auf die Wettfahrtleitung beschränkt.
Einen ausführlicheren Bericht und ein paar Bilder gibt es hier.
Donnerstag, 20. Februar 2014
No.3 MK II - langsam aber sicher geht es voran
... In diesem Tempo wird es nicht weitergehen... So schrieb ich im letzten Post - wie wahr ...
Irgenwie geht mal wieder alles viel zäher voran, als geplant. Mit dem Rohbau der Schale war damals der erste Teil des Bauberichts zu Ende, und nun ist es höchste Zeit, einmal über die Fortschritte zu berichten.
Der Kielkasten ist drin. Die bewährte Kombikonstruktion aus den beiden Masttaschen und der Tasche für die Kielfinne, wie ich sie seit einiger Zeit verwende, kommt auch hier zum Einsatz. Das Teil wird in einer Form aus 3 Lagen 70 oder 80g Glasgewebe und einer Lage Abreissgewebe gepresst.
Diesmal habe ich den Kielkasten durch den Boden gesteckt. Die No.3 scheint ja recht sensibel auf die Schwertposition zu reagieren. Da möchte ich den im Prinzip bei den ersten Baumustern eigentlich auch schon vorhandenen Trimmspielraum aber nun auch wirklich ausnutzen. Das Ausrichten erfolgte mit einer Dummy-Flosse und einem Kreuzlinien-Laser, der auf Wasserlinie und Kielvorderkante justiert wird. Einfach aber wirkungsvoll.
Irgenwie geht mal wieder alles viel zäher voran, als geplant. Mit dem Rohbau der Schale war damals der erste Teil des Bauberichts zu Ende, und nun ist es höchste Zeit, einmal über die Fortschritte zu berichten.
Der Kielkasten ist drin. Die bewährte Kombikonstruktion aus den beiden Masttaschen und der Tasche für die Kielfinne, wie ich sie seit einiger Zeit verwende, kommt auch hier zum Einsatz. Das Teil wird in einer Form aus 3 Lagen 70 oder 80g Glasgewebe und einer Lage Abreissgewebe gepresst.
Diesmal habe ich den Kielkasten durch den Boden gesteckt. Die No.3 scheint ja recht sensibel auf die Schwertposition zu reagieren. Da möchte ich den im Prinzip bei den ersten Baumustern eigentlich auch schon vorhandenen Trimmspielraum aber nun auch wirklich ausnutzen. Das Ausrichten erfolgte mit einer Dummy-Flosse und einem Kreuzlinien-Laser, der auf Wasserlinie und Kielvorderkante justiert wird. Einfach aber wirkungsvoll.
| Beim Einpassen des Mitteldecks. Der Kielkasten ist schon an Ort und Stelle |
Montag, 6. Januar 2014
No.3 MK II
Hallo,
die P-Sails Werft war über den Jahreswechsel aktiv und hat die No.3 MK II auf Kiel gelegt
Warum eine MK II?
Bisher war ich mit der No.3 noch nicht wirklich zufrieden, aber die Lernkurve zeigt gerade nach der Einführung des Swingriggs deutlich nach oben. Das will ich versuchen, mit den neuen Ansatz noch etwas weiter zu treiben. Außerdem lagen noch zwei Schalen bei mir herum, die mit 55g sehr leichte Sicherheitskopie - noch über dem Positv gezogen - und eine stabile Schale aus dem Negativ, die ich seinerzeit schon als Basis für eine Weiterentwicklung gedacht hatte.
die P-Sails Werft war über den Jahreswechsel aktiv und hat die No.3 MK II auf Kiel gelegt
Warum eine MK II?
Bisher war ich mit der No.3 noch nicht wirklich zufrieden, aber die Lernkurve zeigt gerade nach der Einführung des Swingriggs deutlich nach oben. Das will ich versuchen, mit den neuen Ansatz noch etwas weiter zu treiben. Außerdem lagen noch zwei Schalen bei mir herum, die mit 55g sehr leichte Sicherheitskopie - noch über dem Positv gezogen - und eine stabile Schale aus dem Negativ, die ich seinerzeit schon als Basis für eine Weiterentwicklung gedacht hatte.
Sonntag, 29. Dezember 2013
Endlich ein B-Rigg
Lange hat es gedauert - aber nun ist das B-Swing-Rigg endlich fertig.
Es handelt sich um ein "gestauchtes" A-Rigg mit etwa 15% weniger Fläche.
Beim ersten Test anlässlich des Glühweinsegelns in Caputh war zwar der richtige Wind angesagt (Böen 6-7), nur dem Wind hatte keiner Bescheid gesagt. Mit B-Rigg ging da nicht viel. Aber im Prinzip funzt es. Die Zeichung gibt es hier.
Es handelt sich um ein "gestauchtes" A-Rigg mit etwa 15% weniger Fläche.
Beim ersten Test anlässlich des Glühweinsegelns in Caputh war zwar der richtige Wind angesagt (Böen 6-7), nur dem Wind hatte keiner Bescheid gesagt. Mit B-Rigg ging da nicht viel. Aber im Prinzip funzt es. Die Zeichung gibt es hier.
Samstag, 30. November 2013
10. Berliner Adventsregatta der Klassen RG65 und MM
Hallo,
es ist ja beinahe schon ein bisschen spät - aber der Job ...
Letztes Wochenende fand bei den Berliner Balten die 10. Adventsregatta statt.
Ja, es ist wirklich schon 10 Jahre her, dass Thomas Dreyer auf die Idee kam, Nikolaus eine MM-Regatta in Berlin zu veranstalten. Saukalt war es damals und ich habe gekniffen, nicht ahnend, dass ich zwei Jahre später die Ausrichtung übernehmen und die Veranstaltung in Abstimmung mit Thomas zur Baltischen Seglervereinigung an den Wannsee holen würde. Anfänglich war es eine reine MM-Regatta, dann kam die Fortune 612 dazu, die aber nur wenig später schon von der RG65 ersetzt wurde. Die Felder wurden größer und die Regatta auf das ganze Wochenende ausgedehnt. Gleichzeitig rutschte die Regatta wegen des vereinsinternen Terminkalenders zeitlich etwas nach vorn und wurde zur Adventsregatta, auch wenn sie im Moment meist bereits an Totensonntag stattfindet.
Seit zwei Jahren verzeichnet die Veranstaltung immer neue Melderekorde. Mit 14 RGs und 19 MMs war schon im letzten Jahr ein absoluter Teilnehmerrekord aufgestellt worden, dieses Jahr sollte das noch einmal getoppt werden. 17 Meldungen gab es bei der RG, 21 bei der MM, von der dann 19 Boote auch tatsächlich am Start waren. Insgesamt also 36 Boote, die an den zwei Tagen auf der Jagd nach den von Mario Rudolph gestifteten Pokalen um die Tonnen hetzten.
Ok, mit dem Hetzen war das so eine Sache. Am Samstag bei der RG65 war der Wind leicht und aus einer brauchbaren Richtung, Am Sonntag hatte er für die MM ablandig gedreht und es brauchte lange, bis eine erträgliche Stärke aufgebaut war. Hetzen war also nicht, aber es reichte, um an beiden Tagen 12 Wettfahrten segeln zu können.
es ist ja beinahe schon ein bisschen spät - aber der Job ...
Letztes Wochenende fand bei den Berliner Balten die 10. Adventsregatta statt.
Ja, es ist wirklich schon 10 Jahre her, dass Thomas Dreyer auf die Idee kam, Nikolaus eine MM-Regatta in Berlin zu veranstalten. Saukalt war es damals und ich habe gekniffen, nicht ahnend, dass ich zwei Jahre später die Ausrichtung übernehmen und die Veranstaltung in Abstimmung mit Thomas zur Baltischen Seglervereinigung an den Wannsee holen würde. Anfänglich war es eine reine MM-Regatta, dann kam die Fortune 612 dazu, die aber nur wenig später schon von der RG65 ersetzt wurde. Die Felder wurden größer und die Regatta auf das ganze Wochenende ausgedehnt. Gleichzeitig rutschte die Regatta wegen des vereinsinternen Terminkalenders zeitlich etwas nach vorn und wurde zur Adventsregatta, auch wenn sie im Moment meist bereits an Totensonntag stattfindet.
Seit zwei Jahren verzeichnet die Veranstaltung immer neue Melderekorde. Mit 14 RGs und 19 MMs war schon im letzten Jahr ein absoluter Teilnehmerrekord aufgestellt worden, dieses Jahr sollte das noch einmal getoppt werden. 17 Meldungen gab es bei der RG, 21 bei der MM, von der dann 19 Boote auch tatsächlich am Start waren. Insgesamt also 36 Boote, die an den zwei Tagen auf der Jagd nach den von Mario Rudolph gestifteten Pokalen um die Tonnen hetzten.
Ok, mit dem Hetzen war das so eine Sache. Am Samstag bei der RG65 war der Wind leicht und aus einer brauchbaren Richtung, Am Sonntag hatte er für die MM ablandig gedreht und es brauchte lange, bis eine erträgliche Stärke aufgebaut war. Hetzen war also nicht, aber es reichte, um an beiden Tagen 12 Wettfahrten segeln zu können.
| Das Starterfeld der RG65 - 17 Boote |
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